Land auswählen
United Kingdom Australia Austria Belgium China Denmark Finland France Germany Italy Netherlands North America Norway Poland Russia Singapore Sweden Switzerland

HRG-Studie – Hotelpreise im 1. Halbjahr 2015 gestiegen

22. September 2015

Frankfurt profitiert international als Kongress- und Messestadt und kann ein Plus von 10,28 Prozent verzeichnen. Neben Frankfurt reihen sich auch Düsseldorf, Hamburg, München und Berlin weltweit in die Top 50.

Moskau ist auch im Jahr 2015 und damit zum zwölften Mal in Folge die teuerste Stadt für Geschäftsreisen, wie die halbjährlich durchgeführte Hotelstudie des Geschäftsreisedienstleisters Hogg Robinson Group (HRG) zeigt. Der durchschnittliche Zimmerpreis ist 2015 mit 266,22 GBP im Vergleich zum Vorjahr erneut um 6,07 Prozent gestiegen. Laut Studie verzeichnen 31 der Top-Städte von Januar bis Juni höhere Zimmerpreise, nur 15 registrieren niedrigere, in fünf Städten sind die Raten auf dem Vorjahresniveau.

Die Top 10 teuersten Städte international und europaweit
Auf den Plätzen zwei bis zehn folgen laut „Interim Hotel Survey“ New York City, San Francisco, Genf, Zürich, Hongkong, Lagos, Sydney, Paris und Rio de Janeiro. Als deutsche Stadt liegt Frankfurt mit 150,22 GBP (-1,62 %) auf Platz 22. Zu den teuersten Plätzen in Europa zählen nach Moskau die Metropolen wie Hamburg, Genf, Barcelona und Frankfurt, wobei Letztere mit +10,28 Prozent in der Lokalwährung (nach Moskau) die größte Steigerung verbucht und als Kongress- und Messestadt profitiert.

Im internationalen Vergleich zeigen Moskau (+59,65 %), Sydney ​(+15,15 %), Tokio (+14,64 %), Chennai (+14,28 %) und Sao Paolo (+14,09 %) die markantesten Preiserhöhungen in der jeweiligen Lokalwährung. Deutliche Preisnachlässe gegenüber dem Halbjahr 2014 (in der Lokalwährung) weisen Rom (-14,75 %), Aberdeen (-14,52 %), Genf (-8,21 %), Abu Dhabi (-8,21 %) und Houston (-6,67 %) auf. Moskau verteidigt seinen Platz an der ersten Stelle hartnäckig – dies hat nicht zuletzt auch mit dem gestiegenen Wechselkurs zum GBP zu tun, der die Zimmerraten in lokaler Währung verteuert. Rom wiederum leidet unter erhöhten Zimmerkapazitäten und der schwachen Wirtschaftssituation.

Deutschland punktet mit starkem Messe-und Kongressgeschäft
Die Studie zeigt, dass das MICE-Geschäft einen positiven Einfluss auf den durchschnittlichen Zimmerpreis in den Städten Berlin (+ 6,92 %) und Frankfurt (+ 10,28 %) hat. Dies erklärt sich in der Mainmetropole durch eine starke Messe-Saison und die Wiederkehr einiger wichtiger Events, die alle zwei Jahre stattfinden. Die Folge ist ein Anstieg der Zimmerpreise. Und auch die deutsche Hauptstadt kann auf eine gute Saison zurückblicken. Zudem kehren viele Top-Events „teureren“ deutschen Städten den Rücken, um dem Standort Berlin den Vorrang zu geben. Ein weiterhin mangelndes Angebot, gekoppelt mit einer erhöhten Nachfrage sorgt daher für einen Anstieg der durchschnittlichen Zimmerpreise. München kann mit einem Plus von 4,46 % und Hamburg mit einem Zuwachs von immerhin noch 0,96 % punkten. Lediglich Düsseldorf verzeichnet ein Minus von 2,70 %.

„Unsere halbjährliche Hotelstudie ist ein echtes Wirtschaftsbarometer. HRG hat mehr Hotelübernachtungen als im vergangenen Jahr gebucht, was auf eine erhöhte Geschäftsreisetätigkeit hinweist. Für das Hotelgeschäft war das erste Halbjahr sehr interessant”, erläutert Margaret Bowler, Director Global Hotel Relations von HRG. Flexibilität bleibe ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal für Hotelprogramme. Hotelpreise hängen sowohl von der Stadt als auch von der Lage des Hauses ab. Aufgrund erhöhter Kapazitäten und unterschiedlicher Serviceangebote vergrößert sich die Bandbreite an Tarifen. „Bei fast täglich neuen Marken und Konzepten sehen wir auch eingesessene Hotelketten um das mittlere Marktsegment kämpfen. Der flexible und clevere Kunde nutzt die Studienergebnisse, um nochmals Ersparnisse mit den Hotelprogrammen zu realisieren“, so Bowler.

Zurück zur Seite Aktuelles